Projektbeschreibung

 

Krankenhäuser und Reha-Kliniken sind ressourcenintensive Großverbraucher und können gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Durch das Projekt KLIK green erhalten 250 Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen die Möglichkeit, sich aktiv für den Klimaschutz zu engagieren. Dies spart Energie, Material, Ressourcen und senkt die Betriebskosten der beteiligten Kliniken.

Im Projekt werden beschäftigte Fachkräfte zu Klimamanager*innen weitergebildet, um konkrete Klimaschutzziele für die Einrichtungen festzulegen, Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Das Projekt fördert weiterhin den Austausch unter den Klimamanager*innen verschiedener Einrichtungen und unterstützt Kliniken bei der Beantragung von Fördermitteln zur Finanzierung von Maßnahmen. Damit können nicht nur geringinvestive Aktivitäten sondern auch Investitionen ermöglicht werden.

Neben energetischen Maßnahmen umfasst das thematische Spektrum auch Bereiche wie Beschaffung, IT, Mobilität, Speisenversorgung oder den Verbrauch von Produkten.

Die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums fördert KLIK green bis April 2022.

Krankenhäuser und Reha-Kliniken können sich ab jetzt hier  bewerben. Die Akquisephase läuft im ersten Projektjahr.

Mehrwert für Kliniken

 

Durch die Teilnahme am Projekt KLIK green werden Einsparungen im Bereich Energie, Beschaffung, IT, Logistik, Abfallvermeidung und Speisenversorgung ermöglicht. Allein durch Energieeinsparungen können Kliniken die betriebswirtschaftlichen Kosten um bis zu zehn Prozent reduzieren. Neben ihrem Beitrag für den Klimaschutz entlasten die Einrichtungen somit auch das eigene Budget.

Um dies zu realisieren, werden beschäftige Fachkräfte zu Klimamanager*innen qualifiziert. Dabei organisiert das Projekt Schulungen, Workshops und einen fachlichen Austausch. Es begleitet die Klimamanager*innen knüpft Kontakte, unterstützt und motiviert. Auf diese Weise stärkt KLIK green das bereichsübergreifende Klimaschutzmanagement und bietet über das KLIK-Netzwerk einen langfristigen Austausch der Klimamanager*innen.

Weiterhin bietet KLIK green Hilfestellungen bei der Recherche und Beantragung von Fördermitteln zur Finanzierung von Maßnahmen. 

Die entwickelten Maßnahmen und Informationen werden exklusiv für die angemeldeten Kliniken auf der KLIK-Website bereitgestellt.

Weitergefasste Ziele von KLIK green

 

Ziel von KLIK green ist es, innerhalb der Projektlaufzeit mindestens 100.000 Tonnen CO2 einzusparen.

Dafür sollen bundesweit 250 Krankenhäuser und Reha-Kliniken am Projekt beteiligt werden.

Alle teilnehmenden Gesundheitseinrichtungen erarbeiten konkrete klinikspezifische Klimaschutzziele.

Darüber hinaus soll KLIK green eine Bewegung auslösen, die alle deutschen Einrichtungen zum Klimaschutz motiviert. Die im Projekt beteiligten 250 Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen geben hierfür einen Impuls.

Hintergrund

 

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat im Jahr 2016 den Klimaschutzplan 2050 aktualisiert und darin für Deutschland das Gesamtziel einer „Treibhausgasminderung bis 2030 von mindestens 55 Prozent gegenüber 1990“ bekräftigt. Bereits zuvor hatte das BMU beschlossen stufenweise bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Die Nationalen Klimaschutzinitiative leitet daraus das Leitbild „100 Prozent Klimaschutz“ ab.

Mit dem Projekt KLIK green soll die Ausweitung von Klimaschutz in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen erreicht werden. Krankenhäuser sind im Sektor Dienstleistung und Handel die ressourcenintensivsten Verbraucher, da sie ganzjährig im 24-Stunden-Betrieb Patienten versorgen. Alleine das Einsparpotenzial im Bereich Energie liegt durchschnittlich bei bis zu zehn Prozent, da die Häuser permanent Strom, Kälte und Wärme benötigen.

Wie erfolgreich Klimaschutz in Kliniken sein kann, konnte bereits in einem Vorgängerprojekt verdeutlicht werden: Von 2014 bis 2016 vermieden 50 deutsche Gesundheitseinrichtungen mehr als 34.000 Tonnen CO2. Durch die Aktivitäten der Klimamanager*innen sparten die beteiligten KLIK-Häuser  9 Millionen Euro Betriebskosten.